Nachnutzung der Förderfinder Suite
Treiben Sie mit uns die Digitalisierung des Förderwesens voran
Staatliche Förderungen gehören zu den wichtigsten Instrumenten, um politisch gewollte Vorhaben voranzutreiben, Innovationen zu entwickeln und Missstände abzufedern. Der bislang geringe Digitalisierungsgrad des Förderwesens sorgt jedoch für hohe manuelle Aufwände, voneinander losgelösten Datensilos und eine schlechte Auffindbarkeit von Förderleistungen.
Die Förderfinder Suite legt als OZG-Projekt den Grundstein für eine durchgängige Digitalisierung des Förderwesens auf Basis des XÖV-Standards XFoerderleistungsbeschreibung (XFLB). Sie bietet
- ein webbasiertes Redaktionstool, mit dem sich Förderleistungen erstmals nach einem bundesweiten Standard – dem in Entwicklung befindlichen XFLB Format – erfassen lassen,
- einen Synchronisationsmechanismus (XFLB Connect), mit dem sich dezentral erfasste Förderleistungsbeschreibungen zusammenführen lassen,
- und eine Suchkomponente, die die Möglichkeiten der strukturierten XFLB Daten ausreizt und Förderleistungen online so gut auffindbar macht wie noch nie.
Mit dem Einsatz der Förderfinder Suite vereinfachen Sie nicht nur die Erfassung von Förderleistungen und erhöhen deren Auffindbarkeit für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und weitere Institutionen. Sie setzen gleichzeitig auf Standards und sind anschlussfähig an ein wachsendes digitales Förder-Ökosystem. So lassen sich die Basiskomponenten der Förderfinder Suite beispielsweise mit der ebenfalls nachnutzbaren Förderplattform des Bundes kombinieren. Beide nachnutzbaren Produkte sind einzeln oder als Gesamtpaket künftig über den FIT-Store erhältlich.
Starke Umsetzungsallianz für die Zukunft der digitalen Förderung
Die grundlegende Konzeption der Förderfinder Suite ist ursprünglich aus dem OZG-Themenfeld „Forschung und Förderung“ hervorgegangen. Seitdem wird das Produkt in Zusammenarbeit mit zahlreichen Förderexpertinnen und Förderexperten sukzessive weiterentwickelt. Zu den Nutzenden der ersten Stunde gehören die Bundesländer Bayern und Sachsen sowie der Bund (BMWK). Ziel ist eine deutschlandweite Verbreitung, damit alle Fördereinrichtungen mit dem XFLB Standard eine gemeinsame Datenbasis bekommen und Förderleistungen besser auffindbar werden.
Einladung zur unseren Informationsveranstaltungen
Möchten Sie mehr erfahren über die Förderfinder Suite? Melden Sie Ihr Bundesland jetzt für eine Informationsveranstaltung an!
Gerne können Sie sich im Verteiler aufnehmen lassen, um aktuelle Informationen und Einladungen zu Informationsveranstaltungen zu erhalten.
Die Dokumente unserer letzten Veranstaltung finden Sie hier.
Die Dimensionen zur Nachnutzung der Förderfinder Suite
Organisatorische Aspekte – Wer die Förderfinder Suite wie nachnutzen kann
Die Förderfinder Suite ist als OZG-Projekt für die Nachnutzung im Modell „Einer für Alle“ (EfA) ausgelegt. Sie erfüllt sämtliche EfA-Mindestanforderungen und lässt sich dementsprechend an länderspezifische Vorgaben anpassen. Ein Bundesland erwirbt den Förderfinder und kann ihn dann nachgelagerten Stellen zur Verfügung stellen.
Neben der Einbindung der OZG-Koordinatorinnen und Koordinatoren des Landes sind landesintern die Rollen gemäß der Verpflichtungserklärung der Länder bezüglich des Betriebes von EfA-Services einzurichten. Um die gemeinsame Weiterentwicklung der Förderfinder Suite zu koordinieren, wird ein Steuerungskreis mit Vertretenden der mitnutzenden Länder eingerichtet (Beschluss 2023/07 des IT-Planungsrats).
Rechtliche Aspekte – Bezug über den FIT-Store
Die Nachnutzung des Förderfinders (sowie der Förderplattform) erfolgt über den FIT-Store nach dem EfA-Prinzip und als Software-as-a-Service (SaaS) Produkt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind durch standardisierte Verträge geregelt. Die FITKO fungiert als zentraler Vermittler. Die wesentlichen Schritte für das mitnutzende Land sind die Interessensbekundung, das Abstimmungsschreibens und der Abschluss des Nachnutzungsvertrages.
Zur Förderfinder-Suite im FIT-Store
Finanzielle Aspekte – Beteiligung an den Kosten des umsetzenden Landes
Gemäß dem EfA-Prinzip beteiligen sich nachnutzende Länder an den Kosten des umsetzenden Landes. Grundlage dafür ist das Kosten- und Preismodell für die Nachnutzung von EfA-Antragsdiensten (Beschluss 2022/01-AL des IT-Planungsrats). Der konkrete Preis und der Verteilungsschlüssel für die Förderfinder Suite werden noch bekannt gegeben.
Nachnutzende Bundesländer können den Förderfinder sämtlichen Ministerien ihres Landes kostenlos zur Verfügung stellen. Dieses Vorgehen wird empfohlen, um eine Verbreitung zu unterstützen und von dem standardisierten Ansatz bestmöglich zu profitieren.
Technische Aspekte – Flexible Einbindung in bestehende Förderdateninfrastruktur
Die Förderfinder Suite wird nach dem Prinzip Software-as-a-Service (SaaS) bereitgestellt und folgt den technischen Mindestanforderungen an EfA-Leistungen. Die Lösung deckt die komplette Kette von der Datenerfassung bis zur Suche ab. Falls im Bundesland bereits eine Förderdateninfrastruktur etabliert wurde, bieten sich je nach Ausgangslage Integrationen an, um vorhandene Softwarelösungen und Datenbestände weiterzuverwenden unter Berücksichtigung des XFLB Standards 1.0.
